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Willkommen bei Fortune Records
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INFO |
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| Brandon Giles (Nashville / USA) | |||||||
| Rock'n'Roll, Boogie Woogie, Blues Piano Wizard | |||||||
| Tournee 1. April - 1 Mai 2010 | |||||||
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![]() Ray Charles / Brandon |
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Konzertbericht
www.Rocktimes.de
Jerry Lee Lewis, die Rolling Stones, Professor Longhair beziehungsweise Elvis nennt er als seine Einflüsse. Hoch lebe der Rock'n'Roll!
Brandon Giles kommt aus Huntsville
und hat im Jahr 2002 "You Can't Beat It" veröffentlicht. Inaktiv
ist der Mann allerdings nicht. Alleine für die Frühjahrstour 2010
stehen ganze dreiundzwanzig Auftritte in seinem Terminkalender. Er
hat bereits im Vorprogramm von einigen Größen des Showgeschäftes
auf der Bühne gestanden und spielte die Rolle des Jerry Lee Lewis
im Broadway Musical "Million Dollar Quartet".
Die aktuelle Tour bestreitet er mit dem Gitarristen Steve Schuffert und dem Bassisten Pete Tomarakos (Steve Schuffert Band) sowie Thumper an der Drums. Letzterer steht im Guinness Buch als schnellster Trommler der Welt. Um
20:10 Uhr war es soweit. Was sich in den nächsten zwei Stunden auf
der Bühne ereignete, war gigantisch. Ein Mann, eine Band, eine
Show, eine Musik... alles vom Feinsten und der ABC-Keller in
Kamp-Lintfort war genau das passende Umfeld für die
schweißtreibende Performance eines Brandon Giles. Während
des Gigs sagte er in dem fast viertelstündigen "Hadacohl Boogie/Dirty
Bookie": »I got 88 keys and ten fingers with
brain in it.« Welch eine treffende Umschreibung für sein
Talent in Sachen Musik sowie Show und es stank überhaupt nicht
nach Eigenlob, wie sich heraus stellen sollte. Zusammen
mit seiner Band bot der Protagonist ein höchst emotionales Konzert
der Extraklasse aus Rock'n'Roll, Blues, Boogie Woogie und Country
Rock. Selbst wenn man alle Showeinlagen in Abzug brachte, blieb
unter dem Strich immer noch ein Auftritt der besonderen Art
stehen. Allerdings machte genau die Mixtur aus Show und Musik das
Besondere seines Konzertes aus. Energetisch bis zum Anschlag und
stets emotional war sein Auftreten. Die anderen Musiker auf der
Bühne machten dabei volle Lotte mit und der einzige ruhende Pol in
der gesamten Chose war der Bassist Pete Tomarakos.
Nichtsdestotrotz war die Bedienungsanleitung für seinen Bass
exorbitant lang. Es passierte so viel auf der Bühne des
ABC-Kellers, dass man manchmal nicht wusste, wohin man zuerst
schauen sollte. Zauberte Schuffert ein angetörntes Solo aus
dem Ärmel seines später durchgeschwitzten T-Shirts, trieb Giles
ihn zu immer weiteren Fingerfahrten auf dem Griffbrett und beide
verknüpften ihr Spiel sehr ideenreich.Wie weit die Orbitale seiner Interpretationen gingen, zeigte er mehr als deutlich durch den Marshall Tucker-Song "Can't You See". Hier legte der Mann am Klavier mit seiner Combo ein Speed-Finish erster Kajüte hin. Für Brandon Giles schien es keine musikalischen Schranken zu geben. Es
war so simpel wie logisch... durch eine solche Darbietung packten
BG & Co. die Zuschauer bei ihren Endorphinen. So, wie der
Amerikaner den Rock'n'Roll beziehungsweise Boogie Woogie auslegte,
konnte man sich diese Stile sehr gerne gefallen lassen. Völlig
unüblich für diese Genres waren die herrlichen Längen der
einzelnen Tracks. Auch in der Kombination mit dem Blues haute es
hin und schließlich war man ebenfalls im puren 12-Takter mächtig
aktiv... "Rebecca" und eine
Muddy Waters-Nummer. Sitzend
die Tasten mit dem Absatz seiner tigerdesignten Stiefel zu spielen
war am Ende noch etwas fast Normales. Was hatte Giles auf
diesem Sektor denn noch zu bieten? Das E-Piano wurde mit dem Fuß
des Mikrofonständers bearbeitet, er spielte in der Art eines
Karatkämpfers mit den Handkanten, er turnte auf dem Instrument
herum und traktierte die Tasten mit den Stiefeln. Giles
hockte auf dem von Gebrauchsspuren mächtig gezeichneten Piano und
spielte somit seitenverkehrt, er verband sich die Augen mit einem
Stirnband und fand blind auch so immer den richtigen Ton. Sein
Mikrofon schien ihm aus Sicht eines Laien doch oft genug im Weg zu
sein... er spielte um das Mikro herum. Wenn er seinen Hocker
wegpfefferte, war Aktion angesagt. Brandon setze ein
gefülltes Glas auf die Tasten und es kippte genauso wenig um, als
er es auf seinem Kopf platzierte und dann noch, während des
Spielens, aufstand. Giles' Instrument hatte viel
auszuhalten, wenn er es mit beiden Händen und einem Fuß bediente
oder eine Art Kosakentanz darauf bot. In "Shakin' At The
Highschool Hop" waren seine Finger so schnell, wie die Drumsticks
des Schlagzeugers Thumper.Wie sagte
RockTimes-Kollege Daniel Daus so schön:
»Der Giles macht richtig Alarm!« Während
einer recht kurzen Pause konnten alle durchatmen.Danach stand Steve Schuffert mit Drummer sowie Bassist im Fokus der Aktion. Nun war vom Blues durchtränkte Musik angesagt und das zweite von drei Stücken war ein leckerer Boogie ohne Woogie. Rundum eine tolle Einlage in Sachen Eigenwerbung.
Irgendwie hatte Giles plötzlich auch
noch eine Bluesharp in der Hand und stand auf seinem eigentlichen
Arbeitsgerät, als er sie spielte. Bei der ersten Deutschlandtour
von
Eric Sardinas
war man Zeuge, als der eine seiner Dobros anzündete. Jetzt war der
Tastenmann an der Reihe und es machte ordentlich Eindruck, wenn
auch solche Elemente in die Show einflossen. Giles ist der
Inbegriff von infizierender Musik und Performance.
In
einem Moment war hochoktaniger Rock'n'Roll angesagt und im
nächsten Augenblick intonierte er eine herzzerreißende Ballade.
Nach fast zwei Stunden war man am Ende der Setlist angekommen und
frenetisch wurde vom zahlreich erschienen Publikum eine Zugabe
gefordert. Als das Quartett wieder auf der Bühne war, kündigte
Giles kurz und knapp »The national anthem
of Boogie Woogie« an... "Great Balls Of Fire". Seine
Version war, wie könnte es anders sein, exorbitant lang. Trotz der
fordernden Zuschauer, die nicht genug von ihm bekommen konnten,
gab es keine zweite Zugabe. Es war allerdings auch verständlich,
denn alle Männer hatten alles gegeben.
Das Fazit des denkwürdigen und begeisternden
Konzertes ist viel kürzer als die Songs: Über seine Musik weiß der
Mann zu begeistern und als Sahnehäubchen bekommt man auch noch
eine super Show geboten. Brandon Giles muss man live gehört
sowie gesehen haben... atemberaubend!
Wir bedanken uns bei Uli op de Hipt
vom ABC-Keller sowie Thomas Bauer von Fortune Records für
die problemlose Akkreditierung.
Line-up:
Brandon Giles (vocals, piano Steve Schuffert (lead guitar, vocals, backing vocals) Pete Tomarakos (bass) Thumper (drums) |
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![]() Hank Williams Jr. / Kid Rock /Brandon |
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![]() Kid Rock / Brandon |
![]() Steve Schuffert / Brandon Giles |
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